Haushalt und Familie – der tägliche Kampf um ein aufgeräumtes Zuhause

Seien wir doch einmal ehrlich. In Bezug auf Haushalt und Familie sind wir leider nicht bei bei „wünsch dir was“, sondern bei „so isses“. Haushaltstätigkeiten kann man sich leider nicht schön reden. Auch die vielen Ratgeber, Listen, Tabellen und Strukturierungsmaßnahmen helfen nur bedingt. Die tägliche Realität ist einfach wie sie ist: Pamperstonnen müssen geleert werden weil sie sonst stinken. Der Geschirrspüler sollte eingeräumt werden, weil sich sonst das Geschirr stapelt. Wäsche muss gewaschen werden, weil Sie und ihre Kinder sonst nichts mehr zum Anziehen haben. Egal wie emanzipiert Sie sind und wie gut Sie sich die Arbeit mit ihrem Partner aufteilen. Es fallen immer Arbeiten an die getan werden müssen. Freunden Sie sich mit der Realität an. Ein Professor an der Uni meinte mal: Lust ist beim Arbeiten entbehrlich. Nicht alles muss Spaß machen, manches muss einfach getan werden. Haushalt ist halt genauso beliebt wie Zähneputzen und das am besten zweimal pro Tag.

Gönnen Sie sich auch einmal etwas Gutes

Manchmal kommt die Lust an der Arbeit auch, wenn man gar nicht damit rechnet. Haushalt ist naturgemäß eine Sissiphusarbeit. An der einen Ecke räumt man die Wäsche in den Korb, in der anderen Ecke räumt das Baby den Küchenschrank aus. Im einen Raum wischen Sie den Boden, im anderen Raum schüttet ihr Fünfjähriger gerade die Apfelschorle auf das Parkett. Das ist so, da müssen Sie durch. Außer Sie haben das Glück, dass Sie um sich ein Heinzelmännchenteam scharren können, bestehend aus Haushalts-, Koch- und Bügelhilfe. Ansonsten können Sie den Alltag schmollend, schlecht gelaunt, mit mieser Stimmung ertragen und dabei ständig auf das Wochenende, den nächsten Urlaub oder bessere Zeiten hoffen. Oder sie bleiben im Hier und Jetzt und ziehen die Putzerei einfach durch, während Sie sich gleichzeitig etwas Schönes und Besonderes aus dem Tag zaubern.

Denken Sie sich den Haushalt schön

Eine positive Einstellung und positive Gedanken zum Tag helfen auf jeden Fall anstrengende Momente im Alltag auszugleichen. Nehmen Sie sich keine Mammutaufgaben vor, an denen Sie nur scheitern können. Servieren Sie sich kleine, gut verdauliche Arbeitshäppchen die zu bewältigen sind. Belohnen Sie sich selbst für Ihr Tun! Gönnen Sie sich nach dem Kücheputzen, wenn Ihr Baby schläft oder ihr Kleiner ein Spieledate hat, eine schöne Tasse Kaffee. Legen Sie die Füße hoch, lesen Sie eine Zeitschrift oder machen Sie auch einfach mal gar nichts. Sie dürfen das. Die Küche ist geputzt. Super. Heute ist sie sauber. Seien Sie stolz auf sich und freuen Sie sich. Ihr Baby lächelt Sie zum ersten Mal an. Mensch, da kann der Tag doch nur gut werden, selbst wenn gerade ein Staubsauger neben Ihnen steht.

Risiken und Nebenwirkungen von Familie und Haushalt

Natürlich gibt es auch schlechte Tage. Wenn mal gar nichts läuft und sie mit Grippe und schreiendem Baby unterm Arm versuchen, die Hausaufgaben ihrer Erstklässlerin zu lösen. Gleichzeitig klingelt es an der Tür und der Kuchen für die Kindergartenfeier ist auch noch nicht fertig. Klar könnte man da durchdrehen und würde am liebsten alles hinschmeißen. Aber auch dieser Tag wird zu Ende gehen und der nächste wird mit Sicherheit wieder besser – und seien Sie doch mal ehrlich. Sie wollten doch Kinder und das Ganze drumherum. Es gibt halt auch in Bezug auf Haushalt und Familie wie so oft im Leben nur das Gesamtpaket. Hoffentlich haben Sie den Familien-Beipackzettel mit den möglichen Nebenwirkungen gelesen? Falls nicht, herzlich willkommen in der Realität und im wahren Familienleben!

Mit kleinen Schritten zur Haushaltsentspannung

Versuchen Sie also lieber alle Ihre Aufgaben in kleinen Schritten zu bewältigen und freuen Sie sich über kleine Erfolge. Setzen Sie Prioritäten. Erledigen Sie Ihre Aufgaben im überschaubaren Rahmen. Stellen Sie einen Familienplan auf, verteilen Sie die Aufgaben – und wenn Sie es sich leisten können, investieren Sie in eine Putzfee oder einen Putzfeerich. Egal, was die Nachbarn darüber denken! Niemand schreibt Ihnen vor, wie Sie ihren Job zu erledigen haben. Seien Sie kreativ und offen für Neues und legen Sie ihren Fokus auf Dinge, die Ihnen wirklich wichtig sind. Nur so werden Sie trotz der ganzen Arbeit auch glücklich und zufrieden leben können. Holen Sie das Beste aus der Situation heraus. Für sich, ihr Haus, ihr Leben und Ihre Liebsten.

LockerMach-Tipp:

Was ist schwierig an der Hausarbeit?
Alles was auf dem Boden liegt, hebt man auf.
Alles was feststeht, staubt man ab.
Alles was sich bewegt, füttert man.
(aus Südafrika)